Zu den Inhalten springen

Servicenavigation

English

Leitlinien der UEK zur Förderung von Kirchen helfen Kirchen

Die Kirchen der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) haben von Anfang an das Programm „Kirchen helfen Kirchen“ innerhalb der Ökumenischen Diakonie des Diakonischen Werkes der EKD in erheblichem Maße finanziert. Sie tun dies auch heute noch, damit sie mit diesem Instrument ihre Partnerkirchen in ihren theologischen und diakonischen Aufgaben sowie ihrer ökumenischen Zusammenarbeit fördern können.

zurück

Dabei gelten folgende Leitlinien und Kriterien:

  1. Die Kirchen der UEK wollen mit dem Programm „Kirchen helfen Kirchen“ ihre Partnerkirchen in ihren pastoralen und diakonischen Aufgaben, ihrer sozialen Verantwortung und ökumenischen Weite unterstützen. Die Kirchen der UEK tun dies in dem Bewusstsein ihres eigenen Profils und im Geist der Leuenberger Konkordie sowie der Charta Oecumenica.

  2. Die UEK Kirchen wollen in ökumenischer Absprache insbesondere Kirchen mit uniertem oder reformiertem Profil weltweit stärken.

  3. Zum Profil der Partnerkirchen gehört, sich verantwortlich zu wissen für die Menschen, die in ihren Gesellschaften an den Rand gedrängt werden sowie dazu beizutragen, dass sich zivilgesellschaftliche Kräfte bilden, die sich für Solidarität und Gerechtigkeit einsetzen.

  4. „Kirchen helfen Kirchen“ bemüht sich regelmäßig Förderungen mit anderen in der Region aktiven Förderinstrumenten / Finanzierungsvorhaben abzustimmen.

  5. In jedem Einzelfall ist zu prüfen, ob für ein Projekt ausschließlich „Kirchen helfen Kirchen“ zuständig ist oder es als Gemeinschaftsaufgabe bzw. gesamtkirchliche Aufgabe anzusehen und dementsprechend gemeinsam zu fördern ist.

  6. Bei der Förderung von Partnerkirchen nutzt „Kirchen helfen Kirchen“ das Instrument der „Runden Tische“, um die Zusammenarbeit unter den Kirchen in Zeugnis und Dienst zu stärken.

    Die UEK-Kirchen treten bezüglich der Runden Tische dafür ein, die Vergabe von Mitteln an Partnerkirchen transparent und effektiv zu gestalten. Dazu gehört, dass alle Geber und Empfänger ihre Finanztransfers offen legen, gemeinsame Projekte abstimmen und dass die Vertreter bzw. Vertreterinnen an den Runden Tischen tatsächlich von den Partnerkirchen bzw. ihren Organisationen beauftragt worden sind.

    Die UEK-Kirchen werden die entsprechenden Schritte unternehmen, damit die Förderung bzw. Begleitung der Runden Tische in Europa in Zukunft im Zusammenhang der Arbeit der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) geschieht.

  7. Die Priorität soll bei der Förderung  bedürftiger Kirchen und ihrer Programme liegen, die sonst wenig Zugang zu Förderinstrumenten haben, sei es aufgrund struktureller Schwäche, enger Förderrichtlinien, zu geringem Projektvolumen oder anderer strategischer Ausrichtung der Fördereinrichtung.
    Maßnahmen von strukturell schwachen Kirchen, die dazu dienen, dass sie die Projektkriterien von „Kirchen helfen Kirchen“ erfüllen, sind förderungswürdig.

    Personalkosten können gefördert werden, sofern sie sich auf zusätzlich einzurichtende Projektstellen oder -stellenanteile beziehen.

    Diakonische und soziale Projekte deutschsprachiger Gemeinden im Ausland  dienen dazu, Hilfe für Menschen, die durch die sozialen Netze fallen (wie alte Emigrantinnen, Gefangene, Gestrandete , Flüchtlinge), zu ermöglichen.

  8. Für die Förderung ökumenischer Projekte gilt, dass diese in der Regel als Gemeinschaftsaufgabe aller EKD-Gliedkirchen und ihrer Förderinstrumente anzusehen sind.

    Die Förderung des ökumenischen Solidaritätsfonds des Ökumenischen Rates der Kirchen und der entsprechenden Instrumente der KEK geschieht entsprechend den Leitlinien und Kriterien von “Kirchen helfen Kirchen“.

  9. Die Förderung von Stipendiatinnen und Stipendiaten, insbesondere aus den orthodoxen Kirchen, ist ein hervorragendes Instrument ökumenischen Lernens und Handelns. Es stärkt die ökumenischen Beziehungen auf allen Ebenen - im jeweiligen Land, zwischen den deutschen evangelischen und den orthodoxen Kirchen und ebenso in der Gemeinschaft der europäischen Kirchen.

zurück

© Diakonisches Werk der EKD „Kirchen helfen Kirchen“
Impressum // Haftungsausschluss