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Herzlich willkommen bei KIRCHEN HELFEN KIRCHEN

Sensibilisierungskampagne zum Internationalen Frauentag

Workshop: "Politische Interessenvertretung und Geschlechtergerechtigkeit"

Trainingsworkshop: "Gewalt gegen Frauen und Menschenrechte" in Sicuani

Workshop mit der Vizegouverneurin der Region Cusco "Regionalregierungen und Gleichstellungspolitik"

Frauen sind in Peru in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens deutlich schlechter gestellt als Männer. Sie sind häufiger von Armut betroffen und Diskriminierung und /oder Gewalt ausgesetzt. Nach einer Umfrage des Nationalen Statistikinstituts (2015) haben 70,8% der peruanischen Frauen schon einmal unter psychologischer, sexueller oder physischer Gewalt seitens ihres Partners gelitten. Nur selten werden die Täter bestraft.

Auch im Bereich der politischen Teilhabe sind Frauen stark unterrepräsentiert. Das trifft auch auf Kirchengemeinden zu. Die Gründe sind vielfältig, sie liegen in Analphabetismus und Armut, besonders in ländlichen Gebieten, in der Mehrfachbelastung, aber auch im vorherrschenden Rollenverständnis, das Männern die öffentliche und Frauen die häusliche Sphäre zuschreibt.
Das Ökumenische Institut für Forschung und Solidarität der Südlichen Anden (ISAIAS) leistet mit seinem Projekt "Theologisch-soziale Netzwerkbildung zur Stärkung von Frauen und Erhöhung ihrer Autonomie" einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Gemeindemitglieder als auch der gesellschaft allgemein. Frauen werden gestärkt, damit sie sich für ihre Rechte einsetzen können. ISAIAS richtet sich an Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Frauennetzwerke, die ihre Erfahrungen wiederum in ihren Basisorganisationen an andere Frauen weitergeben. Die Mehrheit der Frauen gehört der Ethnie der Quechua an, sie sind zweisprachig – Quechua und Spanisch –, 60% kommen aus kleinbäuerlichen Gemeinden, 40% aus städtischen Gebieten. Sie erwerben Grundlagen in Geschichte, Philosophie, Theologie und Ökumene aus feministischer Perspektive. Mittels Workshops, Konferenzen, Veröffentlichungen, Kampagnen und Blogs im Internet tauschen sie sich aus und machen auf die Ungleichheit aufmerksam.

Bitte folgen Sie den beiden Links weiter unten, um die persönlichen Berichte von Frauen, die am Projekt teilgenommen haben, zu lesen.

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