
Unter dem Motto „Liebe macht den Unterschied“ hat die orthodoxe Kirche Albaniens vielfältige diakonische Initiativen gestartet. Eigens dafür gegründet wurde die Organisation „Diakonia Agapes“.
Kinder in einer Tagesstätte in Albanien
Foto: „Kirchen helfen Kirchen“
Dank „Diakonia Agapes“ finden heute beispielsweise 800 kleine Kinder in zwölf neu aufgebauten Kindertagesstätten verschiedener Kirchengemeinden Aufnahme. In geborgener und kindgerechter Atmosphäre werden sie hier pädagogisch gefördert.
Weiterhin sorgt „Diakonie Agapes“ für Frauenbildung in Gesundheitszentren und – insbesondere in ländlichen Gebieten – im Rahmen mobiler Beratung. Hier können die Frauen Grundlagenwissen in Gesundheitsvorsorge und Hygiene erwerben. In ausgewählten Schulen lernen auch Kinder und Jugendliche, wie man auf seine Gesundheit achtet.
Albanien gilt als eines der ärmsten Länder Europas. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, und die Sterblichkeitsrate ist sehr hoch. Kurz nach der politischen Wende begann die sich neu entwickelnde orthodoxe Kirche, diakonische Strukturen aufzubauen.
In verschiedenen Städten haben Kirchengemeinden Treffpunkte geschaffen. Hier können Jugendliche Sport treiben, Fremdsprachen lernen oder Musik machen; zudem werden zahlreiche andere Freizeitaktivitäten angeboten. Im Sommer werden große Ferienlager organisiert.
Brücken zwischen Generationen bauen
Die jungen Menschen sind auch in verschiedene soziale Vorhaben eingebunden: beispielsweise besuchen sie alte und hilfsbedürftige Menschen. Ziel dieses Ansatzes ist es, die Festigung des Glaubens und das soziales Engagement Jugendlicher miteinander zu verbinden – so dass sie später als Erwachsene bereit und fähig sind, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.
Aufgrund der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Situation bleibt Diakonia Agapes bei seiner wichtigen Arbeit auf die Unterstützung von Partnerkirchen im Ausland angewiesen.
Förderung durch „Kirchen helfen Kirchen“: 50.000 EUR pro Jahr (2006-2010)