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Uruguay

Unterstützung für die Ausgestoßenen

Unter dem Dach der Federación de Iglesias Evangélicas del Uruguay (FIEU), eines Zusammenschlusses sieben evangelischer Kirchen, gründeten engagierte Gemeindemitglieder 1986 das Hilfswerk Obra Ecumenica Barrio Borro.

Jugendliche im Hilfswerk "Obra Ecumenica"
Foto: "Kirchen helfen Kirchen"

Mit einer Vielzahl sozialer Programme hilft die ökumenische Einrichtung den Einwohnern des Viertels, durch Eigeninitiative und Hilfe zur Selbsthilfe ihre finanziellen, familiären und sozialen Probleme zu bewältigen und das gegenseitige Desinteresse und Misstrauen aufzubrechen.

Situation vor Ort

Das Barrio Borro, ein Stadtviertel am Rand von Uruguays Hauptstadt Montevideo, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verändert. Lebten dort Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem Familien der Mittelschicht, zogen im Zuge der Wirtschaftskrise in den 1970er Jahren immer mehr Arbeitslose und Tagelöhner in das Viertel. In Eigenregie errichteten sie einfache Hütten, der Stadtteil wuchs ungeplant und ohne Infrastruktur. Die Mittelschicht verarmte oder zog in andere Viertel, Arbeitsplätze verschwanden und die Armut in dem Viertel wuchs enorm. Viele Jugendliche und junge Menschen suchen nach Alternativen, die es jedoch nicht in ausreichendem Maße gibt.

Offene Türen für die Schwächsten

Die Jugendarbeit von Obra Ecumenica richtet sich vor allem an Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren, die entweder gar keine Schule besuchen, nur die Grundschule besucht haben oder stark gefährdet sind, die Schule ohne einen Abschluss zu verlassen. In einer bis zu zehnmonatigen, ganztägigen Ausbildung holen sie schulische Defizite auf und verbessern ihre kreativen und intellektuellen Fähigkeiten. Die meisten von ihnen wechseln anschließend an eine staatliche Schule oder beginnen eine Berufsausbildung. Bei Alltagsfragen und bei Behördengängen leisten die Mitarbeitenden außerdem individuelle Unterstützung, ebenso bei gesundheitlichen oder familiären Problemen. Zusätzliche Beratungsangebote richten sich an die Familien und Eltern der Jugendlichen.

Förderung durch „Kirchen helfen Kirchen“: 25.000 EUR pro Jahr (2010-2012)

© Diakonisches Werk der EKD „Kirchen helfen Kirchen“
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